Nach Ablehnung der Bildungsinitiative: GRÜNE pochen auf Investitionen in Bildung
Die GRÜNEN Kanton Bern sind enttäuscht über die Ablehnung der Bildungsinitiative. In der Abstimmungskampagne haben die bürgerlichen Parteien versprochen, auch ohne Verfassungsänderung für eine starke Bildung einzustehen. Jetzt müssen auf diese Worte auch Taten folgen.
Dass die Schulen mehr Ressourcen brauchen, war in der Abstimmungskampagne zur Bildungsinitiative weitgehend unbestritten. Trotzdem hat die Nein-Kampagne gegen die Bildungsinitiative offensichtlich verfangen: Die bürgerlichen Parteien haben darauf gepocht, dass es konkrete Massnahmen statt einer Absichtserklärung in der Verfassung brauche, um die Probleme an den Schulen zu lösen.
Die GRÜNEN erwarten von der bürgerlichen Mehrheit, dass sie dieses Versprechen nun ernst nimmt und mithilft, konkrete Lösungen zur Entlastung der Lehrpersonen und der Verbesserung der Unterrichtsqualität umzusetzen. Co-Fraktionspräsidentin Seraina Patzen sagt dazu: «In der Abstimmungskampagne haben die bürgerlichen Parteien versprochen, sich auch ohne Verfassungsauftrag für Verbesserungen in der Bildung einzusetzen. Diese Aussagen dürfen nicht nur Lippenbekenntnisse bleiben, es braucht jetzt konkrete Massnahmen».
Aus Sicht der GRÜNEN stehen folgende Massnahmen im Zentrum, um eine schnelle Verbesserung der Situation zu bewirken:
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Anreize schaffen für Quereinsteiger*innen in den Lehrberuf – finanziell und zeitlich muss eine Nachqualifikation möglich und attraktiv sein.
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Ausbau und Beschleunigung der kantonalen Unterstützung für Schulsekretariate, die den Lehrpersonen viele Mehrbelastungen abnehmen.
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Die Klassengrösse im Kanton Bern ist zu hoch. Kleinere Klassen ermöglichen nachweislich eine bessere Unterrichtsqualität, weil sie einen individualisierten Unterricht und die Beziehungsarbeit der Lehrpersonen stärken. Die durchschnittliche Klassengrösse im Kanton Bern muss daher deutlich gesenkt werden, insbesondere sind sehr grosse Klassen von mehr als 20 Schüler*innen zu vermeiden.
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Teamteaching sollte für Klassen ab 15 Schüler*innen sowie im Zyklus 1 die Regel sein.
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Zugang zur Schulsozialarbeit für alle Kinder: Die Gemeinden sollen zur Einführung von Schulsozialarbeit verpflichtet werden und der Kanton muss diese angemessen mitfinanzieren.
Erfreut zeigen sich die GRÜNEN Kanton Bern über die Ablehnung der Neutralitätsinitiative. Erneut wurde eine heuchlerische SVP-Initiative, welche unter Vorspiegelung falscher Ziele die wirtschaftlichen Interessen einiger weniger auf Kosten von Frieden und globaler Zusammenarbeit aufs Spiel setzen wollte, von der Bevölkerung durchschaut und klar abgelehnt.